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Unternehmen "Benefits"

Der Ausblick auf die Frankfurter Skyline ist der neue Obstkorb.


Letzte Woche hatte ich einen Termin in einem Borkener Mittelstands-Unternehmen. In den letzten Monaten hier auf dem Land ist mir mal wieder ein großer Unterschied bei Kunden hier vor Ort und Kunden in größeren Städten, wie Frankfurt, bewusst geworden.


Das Gespräch mit dem Kunden in Borken lief super. Selbst der Geschäftsführer war wahnsinnig nahbar und sympathisch. Wie viele Unternehmen aktuell, haben auch sie Probleme gute Fachkräfte zu werben. Der Unterschied aber zu Unternehmen auf dem Land und denen in der Stadt ist nach meinen Erfahrung unter anderem die eigene Wahrnehmung der Mitarbeiter-Benefits.

So sprach der Unternehmer in Borken davon, dass man doch bitte den Obstkorb und Gleitzeit nicht mit aufnehmen möchte, da "das ja aktuell jeder macht."


Stimmt, so ist die Wahrnehmung.


Das ist aber nicht der Fall. Nicht in dem Ausmaß, wie wir es vielleicht vermuten.


Besonders bei Industrieunternehmen oder generell jeder Branche, die nicht unbedingt digital arbeitet, sind Anerkennungen wie das Feiern eines Firmenjubiläums, ein Geburtstagsgeschenk oder die Möglichkeit für Homeoffice absolut nicht selbstverständlich.


Im Münsterland ist man grundsätzlich eher bescheidener und schreit sein Können nicht so in die Welt heraus. Was es natürlich in der Flut der Angebote für Bewerber:innen schwer macht, diese Unternehmen überhaupt zu finden.


Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen, die genau gegenteilig handeln. Mitarbeiter:innen- BENEFITS wie ein Firmenlaptop, die Aussicht aus dem Büro oder "Freiraum für eigene Ideen" (what does that even mean?!🙉) werden in die Welt hinaus geschrien.





Was können also Unternehmen, die aktuell Schwierigkeiten haben ihre Mitarbeiter:innen Benefits zu definieren tun?


  1. Sprecht mit euren Mitarbeitenden! Was denken sie, macht ihr anders als Andere? Was wünschen sie sich vielleicht, was ihr aktuell noch nicht anbietet? Bildet eine Taskforce zu dem Thema, die an einem Nachmittag (ohne GF, ohne feste Agenda und anonym!!!) einmal erarbeitet, was aus MA-Sicht gut läuft und wo noch Potential wäre, sich noch wohler zu fühlen.

  2. Was macht die Konkurrenz? Ist der Obstkorb wirklich Standard in der Branche? Werden bspw. Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten und falls ja, welche?

  3. Think outside of the Box! Ihr habt viele Fußballfans im Team? Überlegt doch mal einen Ausflug ins Stadion zu machen, bei dem eure MA Einblicke in die Strukturen ihres Lieblings-Fußballclubs bekommt. Oder stellt eine Leinwand an den Spieltagen auf und spendiert eine Kiste Bier. Oder ihr versteckt an Ostern überall im Betrieb kleine Geschenke für die Mitarbeitenden. Werdet kreativ! Alles, was Wertschätzung ausdrückt, ist erlaubt!


Übrigens wurde ich nach unserem Gespräch noch zum wöchentlichen Lunch-Grillen des Unternehmens eingeladen. 🌭🌭

Das hatten sie bei den Mitarbeiter:innen Benefits übrigens auch nicht erwähnt ;)


#Mitarbeiterbenfits #benefits #führung #recruiting #münsterland #mittelstand

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